Vom unbedarften Brüten

© MMXVII Agimar N. Edelgranberget

[Dieses Ballädchen ist das Vorspiel zu „Kinderlos, Sie Arschloch!“]
***

Erst ficken, bumsen und dann denken: Ich mag mir nicht das Hirn verrenken…

Ich will es, oh! Ja, ja ich will es doch! Was gibt’s denn sonst im Leben noch?

Mir fehlt der Sinn – Ich krieg’s nicht hin:

Nachwuchs muss der Mensch wohl haben, sonst fällt die Menschheit vor die Raben!

Zwar wüsst‘ ich nicht, was schlimm daran, man weiß halt auch nur, was man kann!

Denn ob vor uns die Ahnen thronen, und mit uns im Haus die Enkel wohnen –

So seh’n wir nie das ganze Bild, Geschichte und die Zukunft: mild!

Doch ach! Denkt einmal jemand nur an mich!? Ein Kind! Mein Kind, nein das vergisst mein nicht!

Es geht um mich und meine Triebe! Dem Kind erzähl‘ ich DAS sei Liebe…

Mal seh‘n wie dumm es letztlich schaut, wenn ihm der klare Morgen graut!

Es klingt obszön, und ist doch schön –

Auch finde ich die Arbeit hart, weshalb ich auf die Kinder wart‘!

Sonst müsst‘ im Alter ich alleine sein… hätt’s wohl verdient –  ich arges Schwein!

Das Balg geht mir am Arsch vorbei – es sei denn es macht nur Geschrei!

Und wenn’s nicht spurt und mir gehorcht, hab‘ ich ’nen Teppichklopfer, der ‘für sorgt!

Soll‘ bloß nicht glauben s’wär ein Spaß, am Ende beisst man nämlich dann ins Gras…

Doch krank im Dreck seh‘ ich ihn sitzen – Den Nachwuchs, in der Gosse schwitzen!

Ich fühl‘ mich schlecht, mir geht’s nicht gut, ich bin verflucht, ach! – und die Brut!

Oh weh! Ob sie mir jemals noch verzeih’n? Nicht, dass am Ende sie im Schwalle spei’n!

Ich krieg sie rum – Ich halt‘ sie dumm!

Schlussendlich wünsch‘ ich mir noch Enkel, und klopf‘ mir lachend auf die Schenkel –

Denn Enkel haben, das ist fein, es wäscht mich von der Sünde rein – 

Weil an mein Kind halt ich das Messer: „Du bist doch selber kein Stück besser!“

[Doch, dieser Abschnitt bleibt verschwiegen, klar, man will ja keinen Ärger kriegen…]

Hach – s’Leben wär‘ ein Zuckerschlecken, ob auch der Enkel Kinder bald verrecken,

Die Menschen — sind halt zu verschieden, zum Teil gehör’n sie schon vermieden!

Hach – wär’n doch alle so wie ich, dann gäb‘ es Mord und Kriege nich‘!

Zwar wär die Erde voller Kinder – Die brächt‘ man nicht mal durch den Winter,

Egal, dann macht man sich ein Weit’res – Naja – es sei denn man bereut es!

Es würde eng – es röche streng,

Doch Kinder haben ist das Beste, es macht sich weiß, auf meiner Weste:

Hinfort mit all den Gummitüten! Dies ist mein Loblied auf das Brüten!

Es geht sich sowieso am schönsten – Juhu- mit weh’nden Fahnen auf den Abgrund zu…

Veröffentlicht von Agimar N. Edelgranberget

I am insane.

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