>>Der neue Merzedeß-Bens Pandora ABC 3000+ in der Sport-Version! Ein Traum!<<

© MMXVII A.N.E.

Mein Name ist Florian de la Mer de l’Ouest dans Y. Ich bin Freelance Journalist bei einer bekannten deutschen Autozeitschrift. Dies ist meine Geschichte.

Oh ja – ich habe es geschafft, denke ich mir. Ich habe es verdient. Gerade komme ich von der Werksführung, aber das ist heute ja gar nicht mehr so interessant. Viel zu abstrakt für meinen Geschmack. Die ganzen Roboter und Computer. Da arbeitet ja kaum noch wer. Früher roch es da noch nach Schweiß statt Eau de Toilette und statt Sarlami-Anzügen und weißer Kittel hatten die meisten noch schmutzige Blaumänner an.

Ich teste den neuen Merzedeß. Einen ganzen Monat lang. Jackpot! Ich bin einer der drei wenigen, die den Erlkönig überhaupt zu Gesicht bekommen haben. Und jetzt fahre ich ihn.

Die neuartigen Funktionen meines neuen Autos wurden mir eben noch erklärt, jetzt bin ich schon auf der Autobahn. Beeindruckend. Obwohl ich nicht sagen kann, dass ich alles verstanden hätte. Aber das muss ich ja noch nicht einmal, meinte der nette Kerl, der mit mir das Auto entgegen nahm. Selbsterklärend ist ja heute alles. 

Selbsterklärend ist allerdings schon wieder sowas von 2010, erklärte er weiter. Dieses neue Baby fühlt sich ein.

Ich konnte mir erst gar nichts darunter vorstellen. Offensichtlich nutzt das Auto alle verfügbaren Quellen: Sensoren im Sitz. Augenposition, Gesichtsausdruck, alle sozialen Medien, die ich nutze. Schon ein bisschen unheimlich. Aber das klappt eh nicht, dachte ich mir anfangs noch. Der Teufel steckt im Detail. Ich bezweifle, dass die das einigermaßen hinbekommen haben. Ist bestimmt wie beim sogenannten Abgasskandal. Eco-blue/green-bullshit. Wenn ich ein Haus anzünde raucht’s, selbst in der Öko-Variante mit Bio-Dämmung und Lehm an den Wänden. Oder Sigrid. Die ist ja auch noch weit von Perfektion entfernt. Ist doch eh alles Betrug.

„Hællo, vi ischês ’n so bei dir hœit? Isch dês oké mit derra Schdèm, kåsch d’r aú was andrês raussucha, wenn’s-et básst!“  Sagt eine Stimme die wie eine 90-jährige, weibliche Version von Günter Oettinger klingt.

„Ich nehm‘ ne andere Stimme!“, pruste ich.

Zur Auswahl bekomme ich eine posh klingende männliche Stimme namens Dorian und eine weibliche Stimme, die mich irgendwie an meine Kindheit erinnert. Klar, ich könne mir auch eine andere der ca. 1,7 Millionen Voreinstellungen aussuchen, eine der beiden Ausgewählten würde mir aber mit einer Wahrscheinlichkeit von 97,3 % gefallen, erklärt mir mein Auto.

Ich nehme die weibliche Stimme.

„Musik? Fragt mich die Frau?“ Joa, klar. Sofort beginnt „yesterday“ von den Beatles. Ich bin echt ein bisschen platt. „Wie kommst du auf die Beatles?“, frage ich? „Ich habe mich bei your-tunes eingeloggt, ist doch klar!“, sagt die Frau, „“yesterday“ hörst Du am häufigsten.“ „Brauchst Du dazu nicht mein Passwort?“, frage ich etwas verwundert. 

„Wieso?“, meint mein Auto, „hab‘ doch Deine Iris gescannt. Du bist es, kein Zweifel. Æblet sah das genauso. Zerbrich‘ Dir nicht den Kopf und genieße die Zukunft, baby! Btw., Michael hat einen neuen tweed abgesetzt, möch’st ihn hören? Ich les‘ Dir vor. Konzentrier‘ Dich ruhig auf die Straße, zwar kompletter Blödsinn, aber die Gesetze…“

„Ja, lass‘ hören! Ich wette Du hast Dich eh schon eingeloggt!“, sage ich mit ich weiß nicht was für einer Stimmung. Abgesetzt. Das gibt einen Minuspunkt für die Sprachsoftware.

„Grade kacken gewesen. War ’ne mehr als 140-Zeichen-Wurst! Fühl‘ ich mich gut!“, liest mir mein Auto vor.

„Er nun wieder!“, lache ich.

Wir fahren ein paar Kilometer, bin schon fast wieder zu Hause. Ich drehe noch eine Ehrenrunde. „Wie soll ich Dich eigentlich nennen?“, frage ich. „Lydia würde Dir gefallen, oder?“, sagt Lydia und ich sage ja.

Ich stoppe das Auto in der Einfahrt. Krame die Fernbedienung aus dem Sako, parke das Auto in der Garage. Was schreib‘ ich da jetzt? Was ein Fahrzeug…, ich schüttele den Kopf und laufe den Weg zur Haustür empor. 

Als ich die Tür aufschließe, steht meine Frau bereits im Eingang und erwartet mich. „18:30! Du hast gesagt du bist um 17:00 zuhause! Hol‘ dir das Abendessen aus der Mikrowelle! Ich muss ins Bett, hab‘ eine wichtige Operation morgen. Wenn ich da anderthalb Stunden später auftauche, ist die Frau vermutlich schon tot. Wir reden morgen Abend.“

Bevor ich noch irgendetwas erwidern kann, ist sie schon auf dem Weg die Treppe hinauf, ihr Knackarsch in den ich mich seinerzeit so verliebt hatte wackelt hin und her und ihre Haare diametral gegensätzlich. Wie kann sich in so einer zierlichen, traumhaften Frau nur so ein Drache verstecken?, frage ich mich, der sollte da doch rein platztechnisch Probleme haben … vermutlich auch die neueste Version Frau mit perfektem Microchip-gestütztem dragon-emulator.

Ich wärme mir das Essen auf. Pfui Teufel, denke ich und verziehe das Gesicht. Für Jane-Olivier’s beste Rezepte war wohl kein Platz mehr auf der Festplatte. Das ist doch irgend so ein Kantinenscheiß der frisch schon nicht geschmeckt hat. Ich mache mir ein Wurstbrot und müüljone noch ein paar Sachen. Ich recherchiere noch was ich im Internet über den Pandora 3000+ finde, was weniger ist als ein paar Pressemitteilungen von Merzedeß, müüljone noch dies und das, dann schreibe ich ‚günstiger Scheidungsanwalt im Raum Stuttgart‘ in die Suchleiste. Ich weiß auch nicht.

Als ich am nächsten morgen aufwache, ist das Bett neben mir leer. Mir ist ein bisschen kalt. Ich gehe aufs Klo. Ich muss pinkeln, pinkeln, pinkeln. Angi Murkel, denke ich, Angie Murkel! SDU Parteitag 1995! Meine pralle einäugige Schlange blickt mich desinteressiert an. Langsam tut es weh. Hergott. Herrgott? Wenn das keine Frau ist, fress‘ ich ’nen Besen, denke ich mir.

Nachdem ich mich endlich erleichtern konnte, gehe ich in die Küche und mache mir einen Kaffee, schalte das Meg-a-bog Ark ein und mache mir Toastbrot mit Nutella. Und viel, viel Butter. 

Ich starte ord und diktiere Sigrid die ersten Sätze: >>Der neue Merzedeß-Bens Pandora ABC 3000+ in der Sport-Version! Ein Traum!<<. Hmm, >>Zuerst wie immer die Eckdaten, obwohl ich ja diesmal wirklich lieber darauf verzichten würde. Das Auto ist wirklich so genial!…<<. Wenn ich das lesen würde, würde ich auch… Ach sei’s drum, ich schreibe heut‘ Abend weiter. Probieren geht über studieren. Ich will wirklich wissen, wie sich das Ding auf der Teststrecke macht!

„Moin, Lydia!“, sage ich und blicke in den Seitenspiegel. „Guten Morgen“, wünscht mir Lydia und die Tür geht geräuschlos einen Spalt auf. Ich Steige ein. „26,8 Grad, gut?“, fragt sie mich.

„Perfekt! Wir testen heute mal, was Du so auf der Straße taugst. Wie Du in den Kurven liegst. Wie gut Du abbremst bevor’s haarig wird. Stop and go and stop and go. Es wird Dir gefallen!“, erkläre ich ihr grinsend.

„Tomorrow never knows“ ertönt in perfektem surround. Die Beleuchtung taucht das geschmackvolle Interieur in ein warmes Lila. Es duftet nach Blumen.

„Dann fährst Du jetzt besser die nächste links, auf die Autobahn. Ich denke ich verzichte darauf, Dir den Rest des Weges zu erklären. Zum einen weil wir den Weg von der Autobahn zurück erst gestern gefahren sind und ich davon ausgehen kann, dass Du dich noch daran erinnerst. Kein Alkohol im Atem, ich bin überrascht! Ich hätte schwören können ich finde noch ~ 0,15 pro mille. Zum anderen ist mir ohnehin klar wo es hingeht. Und nach Esslingen geht’s über die Autobahn am schnellsten. Ich würde es ja bevorzugen, den schnellsten Weg zu nehmen. Ich freue mich nämlich auch schon auf das stop and go im Stadtverkehr!“, führt Lydia aus, wobei die letzten Worte schon beinahe geflüstert klangen.

Wir fahren Leinfelden-Echterdingen runter an den Nackar. 

„Bisher gefällt mir was ich sehe. Du liegst gut auf der Straße“, sage ich anerkennend. „Ich weiß doch, was Dir gefällt“, sagt sie. „Möchtest Du eine Massage? Dein Nacken wirkt verspannt. Es lenkt Dich doch nicht zu sehr ab? Aber sei unbesorgt, notfalls greife ich ein.“, sagt Lydia. Wieso habe ich das absurde Gefühl, dass sie geschmunzelt hat?

In Esslingen ist wie immer kein Durchkommen. Ich will endlich die Serpentinen nach Stetten rauf und die Weinberge runter. Obwohl das in der Stadt eben auch irgendwie nicht von dieser Welt war. Was ist das für ein Auto? Ich grüble immer noch darüber, was und vor allem wie ich das schreiben soll. Sigrid, die alte Legasthenikerin, wird mir eh noch einen ganzen Haufen Korrekturarbeit aufhalsen.

„Wieso diktierst Du mir den Artikel nicht?“, fragt Lydia.

„Was? Ich, also… Nein, was? Also das ist mir irgendwie doch ein bisschen unangenehm“, stammle ich, „außerdem fahre ich immer noch ein Auto. Ich hab’s nicht so mit multi-tasking.“

„Du Spinner“, meint Lydia. „Wie Du willst. Ich bin nur Dein Werkzeug, natürlich. Ich werde Dir doch nicht erklären, was Du tun sollst.“

Und dann ihre Kurven! Wahnsinn! Als ob man mit dem Motorrad unterwegs wäre. Wir brausen durch den Wald, auf der anderen Seite geht’s wie auf dem Snowboard runter nach Stetten.

„So, hier brems‘ ich jetzt mal runter, wir wollen ja nicht geblitzt werden. Nicht dass Du Deinen Führerschein abgeben musst. Ich wäre todtraurig.“, spricht’s und wir sind auf 50 Km/h. 30 km/h. Beim Anblick des unauffällig geparkten Polizeibusses und der nicht minder auffälligen Radaranlage muss ich dann doch lachen. 

Ist das die Zukunft? Safer sex? Ich bin inzwischen völlig verwirrt. Lydia macht mich echt fertig. Also, auf eine positive Art und Weise. Ich weiß auch nicht, wie ich das sagen soll. Ich meine es ist ja bloß ein Auto. Naja. Auto. Und dann ist sie auch wieder wie eine gute Freundin, wie ein Kumpel. Ich kann es gar nicht glauben, dass ich so etwas denke. Was schreibe ich da bloß?

Ich liege im Bett, den Computer an den Knien, im fahlen Licht des Bildschirms. Fuck. Fuck, Fuck, Fuck! Ich werde doch wohl noch einen verblödeten Artikel schreiben können.

Ich höre den Schlüssel im Schloss unten an der Haustür.

Ich stehe auf. „Bist du schon zu Hause, Schatz?“, rufe ich. Keine Antwort. Ich gehe die Treppe herunter, meine Frau steht regennass im Eingang. 

„Dass du permanent die Garage mit deinen Scheiß Erlkönigen verstopfen musst! Ich seh‘ ja ein, dass die Leute nicht sehen sollen, was du fährst! Aber kannst Du nicht einfach mal die Plane, die ich Dir zu Weihnachten geschenkt habe über’s Auto schmeißen und in der Einfahrt parken? Ist das zu viel verlangt? Ich hatte heut‘ echt einen harten Tag. Heute hat es wie wild Leute von den Dächern geregnet. Ich war den ganzen Tag in der Chirurgie. Ich bin jetzt auch nur drei Stunden da, dann muss ich schon wieder für ’nen kranken Kollegen einspringen! Das ist mein dritter Nachtdienst die Woche! Und warum? Weil der Scheißpenner seine Säfte nicht beieinander halten konnte, geschweige denn die Mutter seines Balgs, das, yippie-juppie-yeah, mal wieder urplötzlich krank ist. Der sollte als Arzt doch wissen, dass man der Menschheit nur ihre ganze Blödheit hinterherräumt. Scheiße und ich bin naß und kann jetzt schon wieder Duschen! Mann!“, sagt, schreit, quängelt und schimpft sie.

„Du weißt doch ganz genau, dass ich das aus versicherungstechnischen Gründen nicht machen kann!“

„Oh, Mann! Das. Merkt. Doch! KEINER!“, plärrt sie mir ins Gesicht, „ich hingegen merke sehr wohl, dass ich bis auf die Knochen nass bin! Du Arschloch!“

Mir reicht’s, ich gehe wieder die Treppe hinauf nach oben. 

„Das ist ja mal wieder typisch!“, wirft sie mir schnippisch hinterher.

Ich koche vor Wut. Fick‘ den Artikel. Fick‘ die Henne. Was glaubt die eigentlich, wer sie ist? Top Chirurgin, bla, bla, bla. Sich über die Leute aufregen aber sich genau den Job raussuchen. Muss man ja keine Leuchte sein um das vorher zu wissen. Was kann ich dafür, dass sie sich das antut? Und immer der Quatsch mit dem Auto, jedesmal wenn es zufällig mal regnet. Was soll der Mist.

Ich höre die Dusche, die Dusche, duschi-duschi, dusch, dusch, dusch‘! 

Duschen und an Leuten herumschnippeln, das kann sie.

Nach etwas mehr als zwei Stunden, ich freue mich schon, dass die schwarze Witwe dabei ist das Haus zu verlassen, da ruft sie noch, bei offener Haustür, „Komm‘ mal runter, ich muss mit dir reden.“

Ich jogge lässig die Treppe herunter. 

Sie schaut mich an mit ihren Schlitzaugen. „Ich will die Scheidung!“, sagt sie. In mir zerbricht etwas. 

„Was…?“, antworte ich zögerlich.

Und dann is‘ die aus der Tür raus!

Wenn es für den Blick ein emoji gäbe, wäre das sehr beliebt.

Ich knalle die Tür zu.

„Fuuuuuuuuuuuiiiiiiiiiierk!!!“, schreie ich.

Fuck, fuck! FUCK!!!

Ich weiß es wirklich nicht mehr, was mich in dem Moment geritten hatte. Ich weiß es wirklich nicht mehr. Aber mich erstaunt in letzter Zeit gar nichts mehr. Mich überrascht nichts mehr.

Ich hab‘ mir nur meine Jacke übergeworfen, bin in die Stiefletten geschlupft, die Tür auf, in die Garage, in den Seitenspiegel geschaut, Lydia sagt hallo und die Tür geht auf und ich sitz‘ im Sitz und ich leg‘ den Gang ein und ich fahre rückwärts aus der Ausfahrt.

„Schlampe! Die Schlampe!“, kotze ich.

Das Licht im Innenraum wird dunkelrot. Es riecht nach Benzin.

„Möchtest Du ihr in dem Zustand wirklich hinterher, ich meine…“, sagt Lydia. Ich weiß nicht mehr ob das beruhigend sein sollte. Es hat mich jedenfalls nicht beruhigt.

„Kümmer‘ Dich um Deinen Dreck“, sage ich.

„Helter Skelter“, ziemlich laut. 

Helter skelter, helter skelter!

„Ich bring‘ sie um, ich bring‘ sie um!“, waren die fatalsten Worte, die ich je gesagt habe.

„Das bringst Du ja doch nicht, du Spinner“, sagt Lydia lächelnd. Wieso lacht die noch über mich?

„Kümmer‘ Dich um Deine Scheiße!“, murmle ich, „wie kann man Dich denn abschalten?“

Wir rasen Richtung Spital. 

„Das wäre ja noch schöner. Was glaubst Du, wer Dich bei Deinem Fahrstil gerade am Leben hält. Schalte mich aus und die Wahrscheinlichkeit, dass Du die nächsten 10 Minuten überlebst liegt bei 16,4 %. Mir wäre das zu riskant. Mir ist es zu riskant! Ich bin Millionen wert! Hier wo ich die Fäden in der Hand habe geschehen keine Unfälle“, informiert mich Lydia stoisch.

Ist die Welt eigentlich nur noch voller neunmalkluger Frauen? Wtf. Meine Mordlust steigt ins unermessliche.

Helter SKELTER!!!

„Im Handschuhfach sind übrigens Handschuhe.“, sagt Lydia. Irgendwie beiläufig, aber ich höre sie. Ich höre sie zu gut. Taub müsste man sein.

„Ja, sicher und dann?“, frage ich, etwas ruhiger, neugierig.

„Im Kofferraum, der Schraubenschlüssel. Der wiegt immerhin fast ein Kilo. So dünn sind Deine Arme nicht. Da kommen ein paar Zentner auf den Quadratzentimeter.“

Ist die irre? Wieso läuft immer noch Helter Skelter.

Helter Skelter!

„Ich erkläre Dir genau, wo Du hinschlagen musst, hab’s eben gemüüljont.“

Wir sind am Krankenhaus. Am Totenhaus.

Ich fahre auf den Parkplatz. Am Ärzteparkplatz sehe ich Sie aus dem Auto steigen.

„Dein Zeitfenster wird schmaler“, erklärt Lydia ruhig.“ Keine Kamera hier, keine Leute. Du hast noch 90 Sekunden.“

„Halt an!“, schreie ich, die Handschuhe anstreifend.

„Kofferraum ist offen“, lacht Lydia.

„Ja? Dr. Chili?“

„So, also das war jetzt der Letzte. Ich denke wir können das Projekt trotz alle dem als erfolgreich bezeichnen.“

„Was war noch mit dem anderen?“

„Welcher?“

„Der, der’s nicht gebracht hat.“

„Ach so, nein, ja der hatte das Auto noch am selben Tag zurück gebracht. Meinte, es sei ihm zu ‚creepy‘, wie er sich ausdrückte.“

„Aber der andere hat wirklich auch den Mord begangen? Das ist ja phantastisch, immerhin 2 von 3. da hat sich das wirklich gelohnt, der ganze Aufwand. Die Psychologen, die Mitarbeiterin die wir 36 Stunden abkommandieren mussten, nur um Allzeit bereit zu sein. Schon erstaunlich, wie leicht man die Leute heute verunsichern kann.“

„Naja, es war schon eine Herausforderung.“

„Gut, also ich gebe ihnen das ok. Die Frau des Präsidenten hat soeben ein neues Auto gewonnen. Leiten Sie alles nötige in die Wege.“

„Wird durchgeführt!“

Veröffentlicht von Agimar N. Edelgranberget

I am insane.

Ein Kommentar zu “>>Der neue Merzedeß-Bens Pandora ABC 3000+ in der Sport-Version! Ein Traum!<<

  1. Das dystopische an der Geschichte ist ja nun wirklich, dass es uns gar nicht mehr möglich ist, zwischen künstlicher- und „genuiner“ Intelligenz zu unterscheiden. Wie immer sind die Märchen, die Werbung entscheidend dafür, was wir für real halten. Es klingt bescheuert, und ist es auch: würden Sie, in einem kapitalistischen setting, Ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass da nicht vielleicht doch ein Inder in einem Callcenter sitzt und Ihnen „künstliche Intelligenz“ vorgaukelt? Oder noch schlimmer: eine küstliche Intelligenz selbigem Inder erzählt, was er zu sagen hat? Diese Welt hat sich mittlerweile die Realität selbst parodiert.

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