Ja, was macht man da eigentlich?

Entgegen aller meiner bisherigen Pläne und meiner Mutter zuliebe habe ich übermorgen nochmal einen Termin beim Psychiater. Ich habe null Hoffnung, dass daraus irgendwas erwächst, zumal ich vom Fach bin und weiß, wie der Hase läuft. Auf der eine Seite „sind Drogen keine Lösung“, Pillen dann überraschenderweise plötzlich schon. Wie auch immer.

Diesmal werde ich versuchen so offen wie überhaupt möglich zu sein, wobei ich generell glaube, dass ich zu offen und ehrlich bin, was auch so ein Problem ist, aber Lügen fällt mir unglaublich schwer, wenn überhaupt kann ich unterschlagen.

Im diesem Zusammenhang habe ich mir gedacht, viel hilft viel und möchte daher auch einfach mal die „community“ fragen, was deren Idee wäre. Was man da machen könnte. Ich habe jedenfalls keinen Plan.

◦ Ich bin bipolar

◦ Ich habe Persönlichkeitsstörungen, Autoaggressionen

◦ Ich habe eine Essstörung

◦ Ich habe mehr Probleme, als ich bewältigen kann: keine Wohnung, seit 2,25 Jahren ohne Arbeit, kein Einkommen aber zu viel Geld um Hilfe zu bekommen, meine Sachen sind im Ausland im Lager, kann ich mir auch nur noch begrenzt leisten

◦ Ich bin ein Versager

◦ Ich kann nichts

◦ Die Hilfe, die ich will, bekomme ich nicht, NPB, von mir aus auch Flunitrazepam

◦ Ich bin ein weit über 90 Jahre alter Mann, gefangen in einem viel zu jungen Körper und das schon seit über zwanzig Jahren, Tendenz ernüchternd

◦ Ich bin behindert, keiner glaubt mir

◦ Ich finde keine passende Hilfe, habe aber auch große Probleme Hilfe anzunehmen, habe ich nie gelernt

◦ Ich hasse mich selbst, in der Folge oder der Ursache kann mich auch keiner brauchen, habe kein Selbstwertgefühl – den Leute die mich angeblich mögen kann ich das nicht abkaufen

◦ Ich habe keine Platz auf der Welt

◦ Ich komme mit Wettbewerb nich klar, ich stelle mich grundsätzlich hinten an

◦ Meine Selbstrepräsentanzen sind grausam

◦ Ich pflege die egressive Form der Selbstbehauptung, bzw. kann mich nicht behaupten

◦ Ich bekomme nichts auf die Reihe, bin lebensunfähig

◦ Mein Kopf ist leer

◦ Ich denke jeden Tag mindestens ein Mal, wenn nicht hunderte Male an Suizid

◦ Ich habe keine Ziele im Leben

◦ Jedes Mal, wenn ich irgendwas versuche, scheitere ich — das ist in der Tat das einzige, was ich kann

◦ Ich bin beziehungsunfähig, meide Kontakte, bin am liebsten alleine, habe Sozialphobie

◦ Ich kann mit tips nichts anfangen, à la: du musst dies tun oder das oder sonst ein völlig unspezifisches Zeug

◦ Ich bin im Großen und Ganzen handlungsbehindert

◦ Ich habe weder Selbstvertrauen, noch traue ich selbst irgendwem über den Weg

◦ Ich habe in meinem Leben viel Gewalt erfahren, sowohl physisch wie psychisch

◦ Ich glaube dass ich entweder Soziopath bin oder Autist, bzgl. beidem fehlt mir aber die Diagnose, jedenfalls komme ich nicht mit anderen Menschen oder sozialen Interaktionen klar oder sonst mit irgendwas, ich kapiere jedenfalls die einfachsten Dinge nicht, die jeder andere kann

◦ Ich habe diverse Suchtprobleme, kiffe quartalsmäßig, dann viel sofern ich rankomme, bin Quartalssäufer und Raucher, kann aber tatsächlich locker auf alles verzichten, bis irgendwann der Suchtdruck nach Wochen, Monaten oder Jahren zu groß wird

◦ Ich bezweifle alles, vor allem mich selbst

◦ Beziehungen sind zum Scheitern da

◦ Um die Sache perfekt zu machen bin ich sogar zu blöd mich zu killen

◦ Ich sehe keinen Ausweg, keine Lösung, keinen Sinn

◦ Ich bin Pessimist, finde aber den Fehler in der Rechnung nicht, was vermutlich der Fehler ist

◦ Kann nicht mit Geld umgehen

◦ Ich bin total naiv und zu offenherzig

◦ Ich kann keine Entscheidungen treffen

Vorschläge? Was macht man da?

Vielen Dank, A.N.E.

Veröffentlicht von Agimar N. Edelgranberget

I am insane.

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