Ein Tag im Park

Grünlose Wiesen,
ersticken im Menschendreck.
Kriegen keine Luft.
Bieten kaum noch Versteck.

Hunde, die tanzen,
genießen die Menschenleere,
genießen den Moment.
Niemand kommt in die Quere.

Sie lachen, vor Neugier,
Manchmal laut, manchmal leise.
Sie bellen, sie schnaufen.
Jeder auf seine Weise.

Sie reden mit Menschen,
betteln um Liebe und Essen.
„Alles, was du willst, Bello.
Lass mich nur vergessen.“

Wie geht’s weiter?
Erlebt die Welt noch einen Morgen?
Sterben noch mehr Menschen?
Überall Leid, so viele Sorgen…

„Komm, Bello.
Friss Insekten, wälz´ dich im Dreck.
Tu, was du willst.
Solang du mich vergessen lässt. „

Verständnislosigkeit,
jeder hasst jeden, ohne Grund.
Ich kenne nur Halbwahrheiten,
die ganze Wahrheit ist mir zu bunt.

„Na, Bello, warum bellst du?
Keine Angst, ich bin ja da.“
Gut, dass der Mensch weg ist.
Weiß ja nicht, wer er war.

Er wedelt mit dem Schwanz,
freut sich, mich zu haben.
Dreht sich im Kreis, vor Freude,
bringt mich zum Lachen.

„Ach, Bello. Wären Menschen wie du,
gäbe es keine Sorgen im Leben.“
Hunde denken nicht an morgen,
sie leben eben.

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